Die Schöffel Group schafft mit Cozero die Grundlage für hochgranulare Product Carbon Footprints (PCFs)
Key results
Die Herausforderung
Hochkomplexe Produktmateriallisten im erforderlichen Detailgrad managen
Schöffels umfangreiche Produktlisten umfassen Hunderte Produkte mit detaillierten Materialzusammensetzungen über Oberstoffe, Futter und Einlagen hinweg. Diese Komplexität machte es schwierig, die erforderliche Granularität für Emissionsberechnungen mit manuellen Datenübertragungen oder Standard-Bulk-Importen zu erreichen.
Insbesondere bestand die Herausforderung darin, Emissionen auf Faser-Ebene je Produkt präzise abzubilden und gleichzeitig Skalierbarkeit, Konsistenz und Auditierbarkeit über das gesamte Portfolio sicherzustellen.
Ziel
Alle Scope 3.1 Produktemissionen in nur drei Monaten onboarden
Das gemeinsame Ziel war, alle Scope 3.1 Produktemissionen von Schöffel innerhalb von drei Monaten in Cozero zu onboarden. Die Grundlage dafür bildeten vollständige Produktlisten aus den Kollektionen SPORT, PRO und TEC.
- Vollständige Abdeckung von Schöffels Produktportfolio in Cozero
- Maximale mögliche Granularität auf Faser-Ebene
- Skalierbares Setup für zukünftige Berichtszyklen
Vorgehen
Ein dreiphasiger Prozess zur Balance von Granularität, Vollständigkeit und Machbarkeit
Cozero analysierte Schöffels ursprüngliche Produktdatensätze und entwickelte ein individuelles Konzept für Datentransformation und Automatisierung, um Emissionen mit dem höchstmöglichen Detailgrad zu mappen. Der Gesamtprozess wurde in drei klar abgegrenzte Phasen strukturiert, die jeweils unterschiedliche Daten- und Berechnungsherausforderungen adressierten.
Phase 1: Berechnung auf Faser-Ebene mit maximaler Granularität
In der ersten Phase stimmten Cozero und Schöffel Maßeinheiten, Emissionsfaktoren und Berechnungslogik ab. Auf dieser Grundlage berechnete Cozero die Emissionen auf Faser-Ebene für jedes verfügbare Produkt.
Das umfasste:
- Aufbau von Berechnungs- und Datentransformationslogik
- Berechnung von Fasergewichten auf Oberstoff-, Futter- und Einlagen-Ebene
- Berücksichtigung von Anteilen recycelter und biologischer Materialien
Phase 1 wurde in vier Wochen erfolgreich abgeschlossen.
Phase 2: Datenlücken schließen und Nullwerte reduzieren
Nach dem initialen Upload identifizierte Cozero mehrere Tausend Einträge ohne Emissionen, verursacht durch Datenlücken auf Fasergewichts-Ebene. Schöffel stellte zusätzliche Berechnungsparameter für mehrere Hundert Faser-Zeilen bereit, die anschließend neu berechnet und hochgeladen wurden.
Diese Phase wurde innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen.
Phase 3: Vollständige Produktabdeckung trotz fehlender Faserdaten sicherstellen
In der finalen Phase fehlten für mehrere Tausend Einträge auf Faser-Ebene weiterhin die notwendigen Inputs für präzise Berechnungen und sie konnten nicht rückwirkend ergänzt werden. Um sicherzustellen, dass alle Produkte in Cozero vollständig abgebildet sind, entwickelte Cozero einen pragmatischen und transparenten Ansatz, der die Vollständigkeit auf Produkt-Ebene priorisierte und gleichzeitig die Einschränkungen auf Faser-Ebene klar dokumentierte.
Die Methodik von Phase 3 umfasste:
- Identifikation von Produkten und Produktkomponenten mit fehlenden Emissionsdaten
- Berechnung, welcher Anteil des Gesamtgewichts je Produkt bereits berücksichtigt war
- Ermittlung des verbleibenden, noch nicht berechneten Gewichts je Produkt
- Anwendung eines Textil-Emissionsfaktors auf den verbleibenden Anteil
- Erstellung eines separaten Transparenz-Reports mit Dokumentation:
- ob jedes Produkt vollständig abgedeckt ist
- welche Komponenten in Phase 3 berechnet wurden
- welche Faser-Details weiterhin fehlen
- ob jedes Produkt vollständig abgedeckt ist
Diese Phase wurde aufgrund der Komplexität, einen robusten, wenn auch schätzenden Ansatz für Datenlücken zu etablieren, innerhalb von sechs Wochen abgeschlossen.
Ergebnisse
Eine robuste Grundlage für detailliertes Product- und Corporate-Carbon-Accounting
Durch die Zusammenarbeit schufen Cozero und Schöffel einen hochgranularen und skalierbaren Emissionsdatensatz.
- ~566 Schöffel Produkte onboarded
- ~7.000 Log-Einträge auf Faser-Ebene erstellt
- Vollständige Scope 3.1 Produktabdeckung in Cozero
- Starke Grundlage für Product- und Corporate-CO₂-Accounting
„Mit Cozero haben wir Emissionsmanagement zu einem datengestützten Entscheidungstool gemacht – und nicht nur zu einer Reporting-Aufgabe.“
– Marco Tenace, Director Operations Schoeffel Group
Mehrwert für die Schöffel Group
Transparenz, Skalierbarkeit und Vorbereitung auf zukünftiges Reporting
Schöffel profitiert jetzt von:
- einem transparenten und nachvollziehbaren Emissionsmodell
- klarer Dokumentation von Annahmen und Datenlücken
- einem skalierbaren Setup, das sich weiterentwickeln kann, wenn sich die Datenqualität im Produktportfolio verbessert
- einer soliden Basis für zukünftiges Reporting, Reduktionsstrategien und Kommunikation
Da die Grundlage für umfassendes Product- und Corporate-Carbon-Accounting nun steht, verlagert sich die Zusammenarbeit zwischen Schöffel und Cozero von der Datenaufnahme hin zu strategischem Impact. Im nächsten Schritt fließen die etablierten Ergebnisse in die Dekarbonisierungsplanung über das Cozero Act-Modul ein. Damit wird die strukturierte Identifikation, Priorisierung und Bewertung potenzieller Maßnahmen zur Emissionsreduktion über Schöffels Produkt- und Corporate-Footprint hinweg unterstützt. Parallel dazu fokussiert sich die nächste Phase darauf, Schöffels CO₂-Ergebnisse für den abgeschlossenen Berichtszeitraum 2024 zu analysieren und diese Insights in umsetzbare Learnings zu übersetzen. Aufbauend auf dieser Transparenz prüfen beide Teams außerdem Möglichkeiten, gemeinsame Erfolge extern zu kommunizieren und Emissionsdaten als wertvollen Input für strategische Entscheidungen zu positionieren.
Gleichzeitig arbeiten Cozero und Schöffel eng zusammen, um Reporting-Prozesse weiter zu verschlanken – mit dem Ziel, zukünftige Berichtszyklen 2025 und 2026 noch schlanker und effizienter zu gestalten. Parallel bereiten die Teams die nächste Entwicklungsstufe der Zusammenarbeit vor, indem sie eine dedizierte Initiative für das Produktportfolio planen. Dadurch werden tiefere Insights, kontinuierliche Verbesserung und ein skalierbarer Ansatz für Emissionsmanagement über Schöffels gesamtes Produktsortiment hinweg ermöglicht.
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